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Mobile Logistiklösung mit Barcode Erfassung bei Fujifilm (Schweiz) AG

Lesen Sie im dritten und letzten Teil unserer dreiteiligen Reihe, wie die Logistik der Fujifilm (Schweiz) AG dank mobiler Lösungen noch digitaler wurde.

   

«Gemeinsam mit Boss Info und ICS Identcode Systeme haben wir beschlossen, einen 2D-Barcode einzusetzen. Damit können nun die Artikel beim Kommissionieren mit einem Scanvorgang eindeutig mit Seriennummer identifiziert werden.»
Rolf Freivogel, Leiter Einkauf und Logistik, Fujifilm (Schweiz) AG

Einführung SITE ERP-System

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Die Fujifilm (Schweiz) AG bietet mit rund 65 Mitarbeitenden alles für die bildgebende Medizintechnik (Ultraschall und Radiologie), digitale Fotografie sowie Fotofinishing. Fujifilm bestimmt die Dynamik dieser Märkte weltweit und in der Schweiz entscheidend mit. Wichtige Voraussetzung, um die hohen Ansprüche des Unternehmens und deren Kunden zu erfüllen, ist im heutigen Zeitalter der Digitalisierung eine rasche Lieferung bestellter Artikel. Und damit ist eine einwandfrei funktionierende Logistik nicht mehr wegzudenken. Doch gerade in diesem Bereich bestand bei Fujifilm Handlungsbedarf: Verschobene respektive gerüstete Mengen wurden beispielsweise auf Lieferscheinen notiert und anschliessend vom Innendienst verbucht. «Dies führte unweigerlich zu zeitverzögernden Mehraufwänden im Innendienst», blickt Rolf Freivogel zurück. Höchste Zeit, auch die Digitalisierung der Logistikprozesse in Angriff zu nehmen.

Oberstes Ziel war es, Schnittstellen zu Drittsystemen möglichst zu vermeiden und den Fokus stattdessen auf eine in Microsoft Dynamics NAV integrierte Lösung zu legen. Um die Logistikfunktionen direkt online im System abbilden zu können, bot sich die Verwendung des Phone-Clients von Microsoft Dynamics NAV an. Auf dem Smartphone erhält der Logistiker einen Vorschlag für einen Lagerplatz, den er mit dem Scanner bestätigen kann. Neben dem Wareneingang wird auch die Kommissionierung inklusive Chargen- und Seriennummernerfassung über das Mobilgerät getätigt. «Beim Erfassen von Hunderten von Seriennummern, welche beispielsweise auf Digitalkameras angebracht sind, bedeutet das mobile Scanning eine enorme Zeitersparnis», erklärt Rolf Freivogel. Die Digitalisierung birgt aber noch einen weiteren grossen Vorteil für Fujifilm: Durch den Einsatz der Lösung hat die Logistik die systemtechnische Verantwortung über das Lager und die Lagerbewegungen übernommen. Die Bestände werden zeitnah abgebucht und der Innendienst hat die Übersicht über den aktuellen Lagerbestand.

Besondere Erwähnung verdient auch eine grossartige, vom Kunden selbst entwickelte Idee: Die Kombination aus Hardware Komponenten bestehend aus Smartphone und Bluetooth-Scanner. «Diese wurde eigens für das mobile Scanning für Fujifilm gebaut», so Jan Wild, Projektleiter seitens Boss Info AG, über den unermüdlichen Effort im Projekt. «Als letztendlich eine auf dem Markt nicht aufzutreibende Halterung für den Scanner fehlte, wurde diese vom IT-Leiter der Fujifilm kurzerhand mittels 3D-Drucker selber hergestellt.» Nun verfügt das Unternehmen über die optimal auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene digitale Logistik.

Für weitere Informationen zu diesem spannenden Referenzprojekt stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.